
Speicher für Balkonkraftwerke und Mini-PV-Anlagen
Einfache Nachrüstung in bestehende Anlagen oder als neues Komplettsystem
Welchen Speicher benötige ich und wie finde ich die passende Größe?
Wir vergleichen die verschiedenen Systeme mit ihren Möglichkeiten übersichtlich und erklären Funktion und Installation
Keinen Strom mehr verschenken: Speicher machen's möglich
Ab Frühjahr 2024 erlaubt: 800 W Wechselrichterleistung und 2000 WP Solarleistung als genehmigungsfreie "steckerfertige Einspeiseanlage". Wirklich sinnvoll ist so eine hohe Solarleistung meist nur mit einem Speicher.
Der Frühling naht und mit ihm das lang erwartete Solarpaket 1 der Bundesregierung. Es bringt uns deutliche Verbesserungen für Balkonkraftwerke und andere „Steckerfertige Photovoltaikanlagen“:
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Die zulässige Einspeiseleistung des Wechselrichters wird von 600W auf 800W erhöht.
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Es dürfen maximal 2000 Watt Solarleistung, also 4-5 Solarmodule – an den Wechselrichter angeschlossen werden.
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Der vereinfachte Eintrag ins Marktstammdatenregister genügt. Es ist keine Meldung an den Netzbetreiber mehr notwendig.
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Rückwärtsdrehende Stromzähler werden bis zum Austausch toleriert.
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Die neuen Regelungen werden voraussichtlich ab Anfang April gelten. Die entsprechenden Gesetzesänderungen sollen im März im Bundestag verabschiedet werden. Die ursprünglich geplante Verabschiedung im Dezember 2023 wurde verschoben.
Da aber bei diesen genehmigungsfreien steckerfertigen Photovoltaikanlagen in der Sommer-Jahreshälfte an vielen Stunden des Tages mehr Strom erzeugt wird als man selbst verbrauchen kann, wandert der Überschuss unvergütet in das öffentliche Stromnetz und wird dort verbraucht - gut für die Umwelt und den Stromversorger, aber schlecht für den eigenen Geldbeutel.
„Verschenken Sie keinen Strom mehr“
– damit werben aktuell immer mehr Hersteller von Speichersystemen für Balkonkraftwerk und Co. Viele Systeme sind auf dem Markt und zahlen sich nach den Berechnungen der Hersteller in wenigen Jahren aus – was bei richtiger Dimensionierung und Einstellung auch zutrifft. Die Preise beginnen bei knapp 1000 € und enden bei weit über 2000 €. Das Gute ist bei fast allen Systemen: Man kann Sie selbst problemlos in bestehenden Anlagen nachrüsten und sie können bei Bedarf mit Zusatzspeicher ergänzt werden. Hier finden Sie Infos und Entscheidungshilfen.
Aber wie finde ich das passende System zum vernünftigen Preis und mit möglichst geringem technischem Aufwand?
Die Anfragen unserer Kunden nach Speicherlösungen nehmen zu und neben Balkonkraftwerken kann auch für Solartische mit nur einem Solarmodul der passende Speicher interessant sein.
Wir möchten Ihnen im Folgenden Tipps und Hinweise geben, wie Sie den für Sie passenden Speicher finden und Ihnen die Technik dahinter erklären. Wir starten zunächst mit der Ermittlung Ihres Grundbedarfs an Strom, denn der Sinn der steckerfertigen PV-Anlagen ist ja, den Grundverbrauch möglichst lange abzudecken. Sobald Großverbraucher wie z.B. Backofen, Elektroherd oder Wäschetrockner laufen reichen die möglichen 600 oder 800 W Leistung bei weitem nicht mehr aus, können aber dennoch die Last sinnvoll reduzieren.
So ermitteln Sie Ihren Grundbedarf an Strom:
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Notieren Sie sich zu einer festgelegten Tageszeit – als Beispiel angenommen 20 Uhr abends – den Zählerstand Ihres Stromzählers in Kilowattstunden (KW/h). Wählen Sie dazu am Einfachsten einen Tag, an dem Sie möglichst wenig Großverbraucher benutzen, also nicht gerade Ihren Haupt-Waschtag der Woche.
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Notieren Sie sich den Stand am Folgetag ebenfalls wieder um dieselbe Zeit und subtrahieren Sie den alten Stand vom neuen Stand.
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Sie haben jetzt den Verbrauch Ihrer Wohnung in KW/h innerhalb 24 Stunden.
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Subtrahieren Sie von diesem Wert noch pauschal für jede Stunde Backofen- oder Elektrokochfeld-Benutzung 2 KW/h und für jeden Waschgang 1 KW/h.
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In unserem eigenen Haushalt kamen wir dabei auf ziemlich genau 4 KW/h und nehmen dies einmal als Beispiel an.
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Teilt man nun den Tagesverbrauch von 4 KW/h durch 24 Stunden, so erhält man 0,166 KW/h, also 166 Watt pro Stunde.
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Man müsste also durchgehend 166 W Solarstrom einspeisen, um den Grundverbrauch ungefähr abzudecken.
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Später kann man die Berechnungen noch verfeinern, indem man zwischen Tag- und Nachtverbrauch unterscheidet oder bestimmte Zeiten mit erhöhtem Verbrauch berücksichtigt.
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Für die Auslegung eines Speichersystems ist dies aber schon eine gute Basis und man sieht direkt, dass man in der Mittagszeit, zu der oft die volle Solarleistung von aktuell 600W erreicht wird, ohne Speicher der meiste Strom verschenkt wird.
Unsere Empfehlung für die Auslegung eines Speichersystems:
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Ein Balkonkraftwerk mit 2 Solarmodulen von je ca. 380 bis 450 WP Maximalleistung kann pro Tag etwa 3-4 KW/h Strom erzeugen.
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Bei angenommenen 3,5 KW/h sind das pro Stunde 0,145 KW/h – also 145 Watt.
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Es wäre also in unserem Beispiel bei sonnigem Wetter möglich, fast den gesamten Grundbedarf an Strom – also die 166 Watt je Stunde – mit dem Balkonkraftwerk zu decken. Allerdings geht das nur, wenn der Strom gut verteilt wird. Um das zu erreichen ist ein Speicher die optimale Lösung.
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Wir nehmen einmal an, es ist Sommer und die Sonne scheint ungefähr von 8 Uhr bis 20 Uhr, also 12 Stunden. Die übrigen 12 Stunden müssten vom Speicher versorgt werden, also 12 Stunden x 166 Watt = 1992 Wattstunden entspricht 2 KW/h.
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Da man seinen Speicher nicht täglich auf „0“ entleeren sollte und viele das auch gar nicht zulassen, wäre für unser Beispiel ein Speicher mit 2,4 KW/h eine gute Wahl. 2 KW/h sollten es für unser Beispiel aber mindestens sein.
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Für sparsame 1-Personen-Haushalte kann natürlich auch schon ein Speicher mit 1,6 KW/h völlig ausreichend sein – daher unsere Empfehlung, zu Beginn den Grundverbrauch zu ermitteln.
Welche Speicher-Systeme gibt es und wie funktionieren sie?
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Die Speichersysteme zur Nachrüstung werden zwischen Ihre Solarmodule und Ihren vorhandenen Wechselrichter geschaltet. Dazu muss der meist an oder unter den Solarmodulen befestigte Wechselrichter abgenommen und in der Nähe der vorgesehenen Einspeise-Steckdose und des vorgesehenen Speicher-Aufstellorts befestigt werden.
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Beachten Sie bei der Planung, dass die Speicher nicht in der Sonne stehen sollten, da sie sonst wegen der Erwärmung durch die Sonnenstrahlen dann gerade in der produktivsten Zeit im Sommer ihre Leistung reduzieren oder ganz abschalten würden.
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Gegen Regen sind fast alle Systeme geschützt – achten Sie auf die IP65 Klassifizierung.
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Die Steckverbindungen sind dieselben, wie die der Solarmodule – MC4-Steckverbinder genannt. Sie können also ohne Elektriker nach Foto-Anleitung oder Youtube-Video den Speicher problemlos nachrüsten.
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Wichtig ist, dass Ihr WLAN am Aufstellort des Speichers wenigstens mittelguten Empfang hat, denn ohne App-Steuerung können Sie mit kaum einem System den gesamten Funktionsumfang nutzen.
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Es sind Speichersysteme auf dem Markt, bei denen Akku und Steuerung in einem Gehäuse verbaut sind und Systeme, bei denen beides in separaten Gehäusen ist. Die Kapazität ist bei beiden Bauweisen erweiterbar. Bei getrennten Gehäusen haben Sie den Vorteil, den großen Akku-Teil einfacher versteckt und vor Sonne geschützt aufstellen zu können.
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Grundsätzlich bieten die meisten Speichersysteme eine zeitlich steuerbare Stromeinpeisung mit regelbarer Einspeiseleistung – denn sonst wäre Ihr Speicher ja in wenigen Stunden leer und Sie hätten wieder den meisten Strom ins öffentliche Netz verschenkt.
Einige Speichersysteme ermöglichen zusätzlich auch eine Ihrem aktuellen Strombedarf durch Strommessung automatisch angepasste Leistung:
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Es werden dazu zwei Lösungen angeboten: Typ 1 sind Systeme, die Ihren Stromverbrauch mit Zwischenstecker-Strommessdosen erfassen. Zur Installation Sie keinen Elektriker, aber einige Ihrer Geräte sind dabei kaum zu erfassen, z.B. der fest angeschlossene Backofen oder das Kochfeld. Und an die Steckdosen von diversen Küchen-Einbaugeräten kommen Sie schlecht heran (Einbaukühlschrank) und wenn doch, reicht oft der Platz für die Zwischensteckdose nicht aus. Sie können so aber die wichtigsten Stromverbraucher – z.B. Ihre Waschmaschine, Wäschetrockner oder Spülmaschine – mit der maximalen Abgabeleistung Ihrer Solaranlage unterstützen.
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Systeme vom Typ 2 messen Ihren aktuellen Stromverbrauch direkt in Ihrem Stromzähler-Kasten durch einen vom Elektriker zu installierenden Messaktor mit Strommesszangen auf jeder Phase, z.B. eine Shelly 3EM. Die Messdaten werden jedoch meist über WLAN an die Steuerung gesendet und in Zählerschränken ist der WLAN-Empfang häufig schlecht oder bei Blechtüren gar nicht vorhanden. Dann kommt eine xterne Antenne zum Einsatz, die außerhalb des Zählerschranks befestigt wird. Es gibt auch einen Shelly Pro 3EM Messaktor mit optionalem LAN-Anschluss für Netzwerkkabel. Mit diesem könnten Sie per Netzwerkkabel die Messdaten aus dem Zählerkasten in die nächstgelegene Netzwerkdose übertragen.
Kann ich den Strom aus dem Speicher auch verwenden, wenn das Stromnetz ausgefallen ist – also als Notstromversorgung?
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Photovoltaik-Anlagen dürfen aus Sicherheitsgründen keinen Strom in ein abgeschaltetes oder ausgefallenes Stromnetz einspeisen. Es könnte ja irgendwo ein Elektriker daran arbeiten und der würde dadurch unter Strom gesetzt.
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Einige Systeme bieten aber eingebaute Steckdosen, über die der Strom auch bei Stromausfall verwendet werden kann. Dazu müssen Ihre wichtigsten Geräte bei Stromausfall direkt an diese Steckdosen angeschlossen werden. Es werden also meist einige Verlängerungskabel benötigt.
Stromspeicher im Winter:
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Bei Temperaturen unterhalb 0 Grad dürfen die verbauten Akkus nicht mehr geladen werden. Die Speichersysteme haben fast alle eingebaute Heizmatten für den Winterbetrieb.
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Bei sonnigem Wetter und guter Ausrichtung zur Sonne kann auch im Winter noch ein guter Ertrag erzielt werden.
...jetzt aber zu den Produkten:
Nachfolgend finden Sie ausgewählte Balknkraftwerke mit Speicher, die wir nach eigenen Tests empfehlen können. Die wichtigsten Merkmale haben wir daneben zusammengefasst. Es handelt sich hier nicht um eine vollständige Marktübersicht, sondern um Ergebnisse unserer Recherchen und Tests, die - wie alle anderen auch - subjektiv sind:
Anker SOLIX Solarbank 1,6 KW/h oder neu: mit 2,7 oder 5 KW/h
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Einfache Installation und Nachrüstung
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Geeignet auch für sehr große Solarmodule bis über 600 WP.
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Komplettes Zubehör mit Kabeln enthalten
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Extrem lange Lebensdauer: 6000 Ladezyklen / 15 Jahre
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Stromabgabe zeitgesteuert mit KI-Unterstützung oder mit Smartmeter im Zählerkasten sogar 100 % Eigenverbrauch möglich.
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Alle Einstellungen über Anker App anpassbar und übersichtliche Darstellung der Leistung
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Wasserdicht und für Außenaufstellung geeignet
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Eingebaute Heizung zur Verwendung auch bei Kälte unter 0 Grad
Anker SOLIX Balkonkraftwerk komplett mit Speicher
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Solarbank 3 Pro mit 2,7 KW/h + Erweiterung um zusätzliche 2,7 KW/h.
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Komplettsystem inkl. Befestigungssatz mit wählbarer Schrägstellung für Balkongeländer
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4 schwarze Solarmodule a 195 x 113 cm mit je 500 WP
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Kompletter Kabelsatz und Werkzeug inklusive
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Kurzanleitung gedruckt, Anleitung online und als Video
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Wechselrichter CE- und VDE-zertifiziert mit Schutzrelais, Balkonhalterungen TÜV-zertifiziert
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Solarbank Speicher beliebeig erweiterbar






